Wenn du über ein Management nachdenkst, ist die Provision meist eine der ersten Fragen. Wie viel behält die Agentur, wofür genau, und wie kommt das Geld am Ende bei dir an? Dieser Ratgeber erklärt, wie Provisionsmodelle grundsätzlich aufgebaut sind, was sie abdecken sollten und welche Fragen du klären solltest, bevor du einen Managementvertrag unterschreibst. Konkrete Sätze nennen wir bewusst nicht, denn sie unterscheiden sich je nach Agentur, Leistungsumfang und Art der Kooperation.
Was die Provision eigentlich bezahlt
Eine Provision ist die Vergütung des Managements für seine Arbeit. Dazu gehört weit mehr als das Weiterleiten einer Anfrage: Kooperationen suchen und prüfen, Angebote kalkulieren, verhandeln, Verträge aufsetzen, Briefings und Abstimmungen begleiten, Rechnungen stellen, Zahlungseingänge überwachen und bei Bedarf erinnern. Was ein Management im Alltag macht, beschreibt der Ratgeber Creator Management.
Der Grundgedanke ist einfach: Das Management verdient nur, wenn du verdienst. Das schafft ein gemeinsames Interesse an guten Konditionen und an Kooperationen, die tatsächlich zustande kommen.
Die gängigen Modelle
Anteil am Honorar. Das verbreitetste Modell. Das Management erhält einen vereinbarten Anteil an dem Honorar, das es für eine Kooperation verhandelt hat. Je höher das Honorar, desto höher die Provision.
Unterschiedliche Sätze je Art der Kooperation. Manche Managements unterscheiden, ob eine Kooperation von ihnen selbst akquiriert wurde oder ob die Anfrage direkt bei dir eingegangen ist. Auch für Nutzungsrechte, langfristige Verträge oder Umsatzbeteiligungen können eigene Regeln gelten.
Feste Pauschalen. Seltener sind monatliche Pauschalen unabhängig vom Umsatz. Für Creator ist das riskanter, weil du auch in Monaten ohne Kooperation zahlst.
Mischformen. Eine Kombination aus kleiner Pauschale und Anteil am Honorar kommt vor, ist aber eher die Ausnahme.
Wie das Geld fließt
Neben der Höhe der Provision ist entscheidend, wie die Abrechnung läuft. Es gibt zwei Grundmodelle. Im ersten stellt das Management der Marke die Rechnung, erhält das Geld und zahlt dir deinen Anteil aus, nachdem du dem Management deinerseits eine Rechnung gestellt hast. Im zweiten schreibst du die Rechnung direkt an die Marke, und das Management stellt dir anschließend seine Provision in Rechnung.
Beide Modelle sind üblich. Wichtig ist, dass du vorher weißt, welches gilt, wann du dein Geld bekommst und ob du Einblick in den Zahlungsstatus hast. Wie eine korrekte Rechnung aussieht, zeigt der Beitrag Influencer-Rechnung schreiben. Steuerliche Fragen, etwa zur Umsatzsteuer auf Provisionen, klärst du bitte mit deiner Steuerberatung.
Fragen, die du vor der Unterschrift klären solltest
Worauf wird die Provision berechnet? Auf das Nettohonorar, auf den Gesamtbetrag einschließlich Nutzungsrechte, auf Produktwerte bei Sachleistungen?
Gilt sie auch für Anfragen, die direkt bei dir eingehen? Und für Marken, mit denen du schon vor dem Management gearbeitet hast?
Was passiert nach einer Kündigung? Viele Verträge sehen vor, dass für Kooperationen, die während der Laufzeit vereinbart wurden, auch danach Provision fällig ist. Das kann fair sein, sollte aber zeitlich klar begrenzt sein.
Gibt es zusätzliche Kosten? Etwa für Fotoshootings, Reisen oder Software. Seriöse Managements sagen dir vorher, was dazukommt.
Wann wird ausgezahlt? Direkt nach Zahlungseingang, gesammelt am Monatsende oder nach einer festen Frist?
Warnsignale
Vorsicht ist geboten, wenn ein Management Geld verlangt, bevor es überhaupt eine Kooperation für dich abgeschlossen hat, etwa eine Aufnahmegebühr. Ebenso, wenn die Provision nicht schriftlich festgehalten ist, wenn du keine Einsicht in die Verträge mit Marken bekommst oder wenn Auszahlungen ohne erkennbaren Grund verzögert werden. Eine gute Agentur erklärt dir ihr Modell offen und beantwortet Fragen dazu ohne Ausflüchte. Weitere Kriterien für die Entscheidung findest du im Ratgeber Influencer Management für Creator.
Konditionen bei TrueTalent
TrueTalent Management betreut Creator aus Fitness, Lifestyle und Mode. Wir verhandeln Kooperationen, setzen Verträge auf, begleiten Briefing und Abstimmung und übernehmen Rechnungsstellung und Zahlungsüberwachung über unser eigenes Portal, in dem du den Stand deiner Abrechnungen siehst. Unsere Konditionen besprechen wir offen im persönlichen Gespräch. Mehr über uns und unsere Talents findest du hier.
Häufige Fragen
Ist eine hohe Provision ein schlechtes Zeichen?
Nicht automatisch. Entscheidend ist, was du dafür bekommst. Ein Management, das aktiv Kooperationen findet, gut verhandelt und die Abrechnung übernimmt, kann eine höhere Provision rechtfertigen als eines, das nur Anfragen weiterleitet.
Zahle ich Provision auf Produkte, die ich kostenlos bekomme?
Das regelt dein Managementvertrag. Viele Managements berechnen Provision nur auf Geldhonorare, manche auch auf Sachleistungen. Kläre das vorher.
Kann ich die Provision verhandeln?
Oft ja, besonders wenn du bereits feste Partner mitbringst. Wichtiger als ein möglichst niedriger Satz ist aber ein Modell, das fair und für beide Seiten nachvollziehbar ist.
Wer zahlt die Provision, die Marke oder ich?
In den meisten Modellen wird die Provision aus deinem Honorar gezahlt. Es gibt aber auch Fälle, in denen eine Agentur zusätzlich zum Honorar ein Entgelt von der Marke erhält. Frag nach, wie es in deinem Fall geregelt ist.
Du willst dich aufs Createn konzentrieren?
Wir übernehmen Anfragen, Verträge und Rechnungen für dich. Mehr zum Creator Management
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