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Media Kit für Creator: Was hineingehört und wie du überzeugst

4 Min. Lesezeit · TrueTalent Management

Wenn eine Marke Interesse an dir hat, ist das Media Kit oft das Erste, was sie von dir sieht. Es ist deine Visitenkarte, dein Kurzportfolio und deine Entscheidungsgrundlage für alle, die überlegen, ob sie mit dir arbeiten möchten. Ein gutes Media Kit beantwortet die wichtigsten Fragen, bevor sie gestellt werden. In diesem Ratgeber erfährst du, was hineingehört, welche Kennzahlen wirklich zählen und welche Fehler du vermeiden solltest.

Wozu ein Media Kit dient

Marken bekommen viele Vorschläge und müssen schnell entscheiden, wer zu ihnen passt. Dein Media Kit hilft ihnen dabei. Es zeigt, wer du bist, worüber du sprichst, wen du erreichst und wie du mit Marken arbeitest. Ein klares Media Kit spart beiden Seiten Zeit und wirkt professionell, noch bevor das erste Gespräch stattgefunden hat.

Gleichzeitig zwingt dich die Arbeit am Media Kit, über dich selbst nachzudenken: Was ist eigentlich dein Thema? Was macht deine Inhalte besonders? Für welche Marken möchtest du stehen?

Diese Inhalte gehören hinein

Kurzprofil. Wer bist du, worüber machst du Inhalte und was erwartet deine Community von dir? Zwei bis drei Sätze, persönlich formuliert, dazu ein gutes Foto.

Themen und Nische. Beschreibe deine Schwerpunkte konkret. „Fitness“ ist breit, „Krafttraining für Einsteigerinnen mit wenig Zeit“ ist ein Profil.

Plattformen. Auf welchen Kanälen bist du aktiv, mit Handle und Link? Nenne auch, welche Formate du dort vor allem nutzt.

Kennzahlen. Followerzahl, durchschnittliche Reichweite, Aufrufe und Interaktion, jeweils mit Zeitraum und Stand. Mehr dazu im nächsten Abschnitt.

Zielgruppe. Alter, Geschlecht und Länder deiner Community aus den Statistiken der Plattformen. Für Marken ist das oft wichtiger als die reine Größe.

Bisherige Kooperationen. Einige Marken, mit denen du gearbeitet hast, gern mit Beispiel. Frag vorher, ob du sie nennen darfst, wenn es dazu eine Absprache gibt.

Formate und Zusammenarbeit. Welche Formate bietest du an, wie läuft eine Kooperation mit dir ab, und gibt es Themen, die für dich nicht infrage kommen?

Kontakt. Eine geschäftliche E-Mail-Adresse oder, wenn du ein Management hast, dessen Kontakt.

Welche Kennzahlen Marken sehen wollen

Die Followerzahl ist der bekannteste Wert, aber nicht der aussagekräftigste. Marken interessiert vor allem, wie viele Menschen deine Inhalte tatsächlich sehen und wie sie darauf reagieren. Zeig deshalb die durchschnittliche Reichweite deiner Beiträge, Reels oder Videos, die Aufrufe deiner Storys und die Interaktionen wie Kommentare, Speicherungen und geteilte Beiträge.

Nenne immer den Zeitraum, auf den sich die Zahlen beziehen, zum Beispiel die letzten 30 oder 90 Tage, und das Datum, an dem du sie abgelesen hast. Runde ehrlich und schreib nichts schöner, als es ist. Marken bitten oft um Screenshots aus den Statistiken, und Abweichungen fallen auf. Wie Marken Kennzahlen bewerten, erklärt der Ratgeber KPIs und Reporting.

Preise ins Media Kit oder nicht?

Darüber gibt es unterschiedliche Meinungen. Viele Creator nennen im Media Kit keine Preise, sondern erstellen nach einer Anfrage ein individuelles Angebot. Das hat Vorteile: Jede Kooperation ist anders, und Nutzungsrechte, Exklusivität oder Paketumfang beeinflussen den Preis stark. Welche Faktoren das sind, steht im Beitrag Was kostet eine Influencer-Kooperation. Wenn du Preise nennst, dann als Richtwerte mit dem Hinweis, dass das genaue Angebot vom Umfang abhängt.

Gestaltung, Pflege und typische Fehler

Halte dein Media Kit kurz, wenige Seiten reichen völlig. Ein PDF ist das gängigste Format, weil es sich leicht verschicken und öffnen lässt. Die Gestaltung darf zu deinem Stil passen, sollte aber gut lesbar bleiben. Achte darauf, dass das Dokument auch auf dem Handy gut aussieht, denn viele Marken öffnen es unterwegs.

Aktualisiere dein Media Kit regelmäßig, mindestens alle paar Monate oder nach größeren Veränderungen deiner Zahlen. Ein Media Kit mit veralteten Kennzahlen wirkt nachlässig.

Typische Fehler lassen sich dabei leicht vermeiden: zu viel Text und zu wenige Fakten, Kennzahlen ohne Zeitraum, Marken als Partner, mit denen es nur eine einmalige Produktzusendung gab, ein Media Kit, das seit einem Jahr niemand angefasst hat, und eine private E-Mail-Adresse, die eher nach Freundeskreis als nach Geschäftskontakt aussieht.

Media Kit und Management bei TrueTalent

TrueTalent Management betreut Creator aus Fitness, Lifestyle und Mode und stellt sie Marken gezielt mit aktuellen Kennzahlen vor. Wir finden und verhandeln Kooperationen, setzen Verträge auf, begleiten Briefing und Abstimmung und übernehmen die Abrechnung über unser eigenes Portal. Wenn du überlegst, dir ein Management zu holen, lies auch den Beitrag Influencer Management für Creator oder schau dir unsere Talents an.

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Häufige Fragen

Wie lang sollte ein Media Kit sein?

Kurz. Wenige Seiten reichen, wenn Profil, Themen, Kennzahlen, Zielgruppe, Beispiele und Kontakt klar dargestellt sind.

Brauche ich ein Media Kit, wenn ich noch klein bin?

Ja. Gerade dann hilft es dir, professionell aufzutreten und deine Stärken zu zeigen, etwa eine besonders aktive Community oder eine klare Nische.

Wie oft sollte ich mein Media Kit aktualisieren?

Regelmäßig, mindestens alle paar Monate und immer dann, wenn sich deine Zahlen oder Themen deutlich verändert haben.

Gehören Preise ins Media Kit?

Das ist Geschmackssache. Viele Creator verzichten darauf und erstellen nach einer Anfrage ein individuelles Angebot, weil Umfang und Nutzungsrechte den Preis stark beeinflussen.

Du willst dich aufs Createn konzentrieren?

Wir übernehmen Anfragen, Verträge und Rechnungen für dich. Mehr zum Creator Management

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